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Rückblick

Fachtagung „Nachhaltige Flächenentwicklung in den sächsischen Kommunen“

Am 1. Oktober 2015 trafen sich in Oelsnitz/Erzgebirge auf Einladung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern (SMI) und des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) ca. 90 Vertreter der staatlichen und kommunalen Ebene zur

Fachtagung „Nachhaltige Flächenentwicklung in den sächsischen Kommunen“.

 

In der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie formuliert die Bundesregierung das Ziel, den Flächenverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu begrenzen. Der Freistaat Sachsen hat u. a. in der Nachhaltigkeitsstrategie die Zielstellung zur Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme auf unter 2 Hektar pro Tag bis 2020 aufgenommen. Neben dem Freistaat selbst ist die wichtigste Ebene für die Umsetzung dieser Vorgabe die kommunale Ebene. Hier soll im Rahmen der Bauleitplanung eine intelligente und nachhaltige Flächennutzung, bspw. im Hinblick auf vorhandene innerörtliche Potenziale, umgesetzt werden. Im Landesentwicklungsplan 2013 wurde dazu das Prinzip des Vorrangs der Innen- vor der Außenentwicklung raumordnerisch verankert.

Die Fachtagung wurde moderiert von Prof. Dr. Wolf-Uwe Sponer, Referatsleiter Landes- und Regionalplanung im SMI.

 

 

 

Herr Winter am Rednerpult

 

 

Nach der Begrüßung durch Herrn Max Winter, Abteilungsleiter Landesentwicklung, Vermessungswesen, Sport im SMI sowie dem Bürgermeister der Gastgeberstadt Oelsnitz/Erzgebirge Herrn Bernd Birkigt reflektierte Jörg Kellermann vom Referat Landes- und Regionalplanung im SMI das Thema aus Sicht der Ministerkonferenz für Raumordnung sowie der sächsischen Landesplanung.

Christian Brietzke vom Sächsischen Städte- und Gemeindetag machte die Herausforderungen der Kommunen beim Umgang mit verwahrlosten Immobilien deutlich.

Im Rahmen zweier Förderprogramme des Freistaates werden die Kommunen umfassend und nachhaltig bei der Revitalisierung ihrer Brachflächen unterstützt. Michael Köppl vom Referat Stadtentwicklung des SMI ermutigte die anwesenden Kommunalvertreter, die vorhandenen Fördermöglichkeiten zur Brachflächenrevitalisierung zu nutzen und erläuterte die Zuwendungsvoraussetzungen.

Über die Pflichten und die Möglichkeiten der Gemeinden zur Abwehr von Gefahren, die von Brachen ausgehen können, berichtete Dr. Erik Nowak vom Referat Bodenschutz, Altlasten, Geologie des SMUL. Stephan Teller stellte ergänzend  die Herangehensweise an verwahrloste Grundstücke in der Landeshauptstadt Dresden vor.

Der Freistaat Sachsen und die Deutsche Bahn streben nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Nutzungsmöglichkeiten für die nicht mehr benötigten Bahnflächen an. Informationen zu den Möglichkeiten und Grenzen der Nachnutzung dieser  Bahnflächen in Sachsen sowie zum Stand der Zusammenarbeit mit der DB AG erhielten die Zuhörer von Staatsminister a. D. Klaus Hardraht.

Für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung ist insbesondere auch die Abschätzung von Folgekosten und eine hohe Kostentransparenz bei der Ausweisung neuer Baugebiete von Bedeutung. Dazu stellte Dr. Jens-Martin Gutsche den speziell auf Sachsen zugeschnittenen „FolgekostenSchätzer Sachsen“ vor, der es insbesondere den Kommunen ermöglichen soll, Planungsvorhaben im Bereich des Wohnungsbaus zu einem möglichst frühen Zeitpunkt grob hinsichtlich der Folgekosten zu bewerten.

Aus Sicht der Wirtschaftsförderung Erzgebirge beleuchtete deren Geschäftsführer Matthias Lißke die Thematik Nachnutzung von Brachen bzw. Brachenrevitalisierung.

 

 

 

Blick in den Konferenzraum auf die Teilnehmer der Fachtagung Oelsnitz

 

 

 

Abschließend stellte Bürgermeister Bernd Birkigt die Herausforderungen bei der Revitalisierung des ehemals für den Steinkohlenbergbau genutzten Güterbahnhofs für die 7. Sächsische Landesgartenschau vor. Im Anschluss an das Vortragsprogramm  besichtigten die Teilnehmer das Gelände der Landesgartenschau und konnten  die eindrucksvolle Verwandlung der ehemaligen Brachfläche in eine blühende abwechslungsreiche Landschaft erleben.

Fachvorträge

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