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Sächsisch - Böhmische Arbeitsgruppe

Für den Freistaat Sachsen hat die Zusammenarbeit mit den Nachbarn, bedingt auch durch seine geographische Lage, eine 454 km lange Außengrenze mit der Tschechischen Republik, immer eine außerordentliche Bedeutung und einen hohen politischen Stellenwert. Im Mai 2005 fand in Dresden die konstituierende Sitzung der Sächsisch-Böhmischen Arbeitsgruppe Raumentwicklung statt. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, durch den Austausch von aktuellen, raumrelevanten Informationen und die Benennung von räumlichen Problemen im Grenzraum die grenzübergreifende Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Raumplanung und -entwicklung zu stärken und zu intensivieren. Die jetzt praktizierte frühzeitige, gegenseitige Einbeziehung und Abstimmung von zukünftigen Planungen und Maßnahmen in Handlungsfeldern mit grenzübergreifenden Auswirkungen ist Ergebnis der mittlerweile vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den sächsischen Trägern der Regionalplanung und den Trägern der Raumplanung in der Tschechischen Republik.

Mitglieder dieser Arbeitsgruppe sind auf sächsischer Seite das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung, die Landesdirektion Sachsen sowie die Regionalen Planungsverbände Oberlausitz-Niederschlesien, Oberes Elbtal/Osterzgebirge, Region Chemnitz. Von tschechischer Seite gehören der Arbeitsgruppe neben dem Ministerium für Regionalentwicklung in Prag die drei grenznahen tschechischen Bezirksämter der Bezirke Reichenberg (Liberecký kraj), Karlsbad (Karlovarský kraj) und Aussig (Ústecký kraj) an.

Im Mai 2019 fand in Dresden bereits die vierzehnte Sitzung dieser Arbeitsgruppe statt. Die geplante fünfzehnte Sitzung im Mai 2020 musste Pandemie bedingt abgesagt werden. Die kontinuierliche Zusammenarbeit  ist ein Zeichen dafür, dass die Themen die ausgetauscht wurden und die Ergebnisse, die im Rahmen der Sitzungen präsentiert werden, auf beiden Seiten der Grenze von großem Interesse sind.

Zwei beispielhafte Ergebnisse aus der guten Zusammenarbeit der Arbeitsgruppe sind die gemeinsam erarbeitete „Sächsisch-Tschechischen Grenzraumstudie“ und das grenzübergreifende Projekt „CROSS-DATA“ (Grenzüberschreitendes Datenmanagement für raumbezogene Planungen). Die Grenzraumstudie dient der besseren Koordination handlungs- und problemlösungsorientierter grenzübergreifender Aktivitäten. Im Projekt  „CROSS-DATA“ wirkten alle grenznahen Regionalplanungsverbände und tschechische Bezirke als Projektpartner mit und leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Intensivierung der fachlichen Zusammenarbeit. Unter Federführung der sächsischen Landesentwicklung entwickelten die Projektpartner ein grenzüberschreitendes Rauminformationssystem zur Optimierung der grenzübergreifenden Abstimmung in der Raumplanung in dem sächsisch - tschechischen Grenzgebiet. Nach dem Projektabschluss  wurde die Zusammenarbeit auf der Ebene der Regionen fortgeführt und die einzelnen Outputs des Projektes weiterentwickelt.

 

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